Unvorstellbar, aber wahr: Als Daniel mit 13Jahren an der Kurt Tucholsky-Gesamtschule seine erste Band gründete, spielte er Gitarre, weil er zu schüchtern war, um ans Mikro zu gehen. Erste Bühnenerfahrung hatte er schon am Theater gesammelt, jedoch am liebsten bei der Pantomime, weil er da nicht sprechen musste.
"Mein Opa und mein Onkel waren Musiker und ich war davon schwer beeindruckt. Insgeheim wünschte ich mir so sehr, zu singen, dass ich mich nicht getraut habe- es hätte ja auch sein können, dass meine Bandkollegen und Kolleginnen mir das dann für immer verbieten. Doch irgendwann hatten die anderen es leid und ich war an der Reihe, zu singen. Mit zitternden Knien. Seitdem hat sich mein Leben ganz schön verändert, und Gitarre spiele ich fast nur noch zuhause."
Das Gewinnen mehrerer Musikwettbewerbe und eine erste Studioproduktion mit 14 Jahren gaben dem jungen Sänger dann das nötige Selbstvertrauen.
Auf der Bühne zieht Daniel alle Register und singt, als ginge es um sein Leben. Egal, welche Stilrichtung gefragt ist, wie viele Menschen im Publikum stehen, gegeben wird immer alles.
"Das Leben ist zu kurz, um mit Euphorie zu knausern!"
Diese Einstellung brachte Daniel schlussendlich mit verschiedenen Projekten auf Bühnen, die er sich mit H.I.M, Farin Urlaub, den Beatsteaks, Nils Landgren oder Die Happy teilte. Im Rahmen seiner Studioarbeit erschien seine Stimme auf diversen Samplern und Remix- Compilations (z.B. "How old are you", die Remix- Version von "Tainted Love" chartete sogar einige Wochen lang). Vor drei Jahren war er die Stimme in dem Song, der für die Nivea-Werbespots im gesamten hispanischen Raum lief.
Obwohl er privat total auf alte Funk- und Soul- Vinylplatten steht, bringt er auf der Bühne von Singer- Songwriter- Konzerten bis hin zu Hardcoreklängen alles authentisch auf die Bretter.
"Musik transportiert Gefühle, und die sind bei einem gelebten Leben nun mal extrem, warum sollte man sich da nur auf eine Gangart oder ein Genre beschränken? So lange ein Lied bei mir und dem Publikum etwas auslöst, finde ich, dass es eine Daseins- und Performanceberechtigung hat, darüber hinaus ist so die Herausforderung so grösser."
Mit 7Beats hat der einunddreißig jährige nun die ultimative Herausforderung gefunden, sich grenzenlos und auf einem musikalisch professionellen Niveau zu bewegen.
"Es ist der ultimative Kick, jedes Mal wieder das Publikum zu knacken, die Stelle zu finden, an der man ansetzen muss, damit kollektive Euphorie ausbricht. Manchmal ist es schwierig, aber dann ist es umso schöner, wenn alle auf einmal mitmachen, Band wie Publikum. Wenn es richtig läuft, ist es ein bisschen so, als umarmten 7beats den Song, den wir grade spielen und das Publikum wiederum legt die Arme fest um uns und das Ganze geschieht in der unbeschwerten Bestrebung, einen besonderen Moment zu schaffen, an den man sich noch lange erinnert. Und das ist meiner Meinung nach mein Job und der meiner Band 7beats:
Das Schaffen von unvergesslichen Momenten in der Schwerelosigkeit"
Weiteres Projekt: www.cyrusandjones.de
Email: ddurst13@googlemail.com