Das nennt man wohl „in die Wiege gelegt“. Georg Löwe erinnert sich, dass er schon als kleines Kind auf allem herum getrommelt hat, was er zu packen kriegte. Mit 12 Jahren baute er sich ein Schlagzeug aus Topfdeckeln und Waschmittelkartons, auf dem er zum Schrecken seiner Eltern zwei Jahre fleißig übte.
Mit 14 war es dann endlich soweit: Georg bekam sein eigenes, echtes Schlagzeug. Nun konnte ihn nichts und niemand mehr aufhalten. Auf dem Gymnasium in Espelkamp spielte er in der hauseigenen Bigband. Aber das war ihm nicht genug. Er gab auch in verschiedenen Bands den Takt vor – Pop und Rock waren dort angesagt. Nach einem kurzen Ausflug in die Studentenwelt entschied sich Georg, besser den Weg des Berufsmusikers zu gehen. Ob hauptberuflich oder während des Zivildienstes – er tummelte sich immer in mehreren Bands.
In den Stilrichtungen von Jazz bis Rock findet sich Georg überall zurecht und treibt sich selbst und seine Bandkollegen weiter an. 1992 nahm er in Freiburg mit seiner damaligen Punk-Pop-Rock Band eine respektable CD auf und tourte anschließend durch den süddeutschen Raum. Ein Jahr später verließ er Freiburg und zog nach Köln, um der Kölner-Tipp-Szeneband „Madonna King“ beizutreten. 1995 zog es Georg wieder zurück in die Heimat Rahden zu den nächsten Bandprojekten. Er spielte in den Bands „Enix“ und „Deep Throat“, mit denen er in Norddeutschland und England unterwegs war. 7beats-Gründer Marius lernte Georg nach altem Brauch bei einer Session in einer Musikkneipe kennen. Es dauerte nicht lange, bis er bei den 7beats einstieg und die vielen gemeinsamen Auftritte ihren Anfang nahmen.
Auf der Bühne gibt Georg alles! Die Bandmitglieder vergleichen ihn mit einem „bestens geschmierten V8-Motor eines Ford Mustangs“, denn bei Georg gibt es auch kein Holpern und kein Stolpern. Vielmehr schnurrt sich Georg durch die vielen Rhythmuspatterns im 7beats-Repertoire. Dabei hat er die Gabe, mit kleinen Nuancen der Musik eine eigene Note zu geben. Einfach stark!
Mit Musik im Blut gibt er nebenbei in der Blues- und Reggaeband „White man Molle“ den Takt vor und veröffentlichte mit ihnen zuletzt 2003 eine erstklassige CD.